Angesichts der Vielfalt der Komponenten moderner Datenverarbeitungssysteme einerseits und der ebenfalls umfangreichen Beziehungen der Systeme zu ihrer Einsatzumgebung und zu anderen Technologien bestehen heute zahlreiche Anpassungsnotwendigkeiten zwischen Systemkomponenten bzw. Systemen und ihrer Umgebung. Ein System ist anpaßbar, wenn es mittels spezieller Anpassungswerkzeuge auf die besonderen Bedürfnisse der Anwender, der Benutzer oder die Arbeitsaufgabe einstellbar ist.
Im Bereich der Datenverarbeitung versteht man unter Aktion einen Eingriff in das System, eine Maßnahme des Benutzers.
Eine Organisation bzw. Institution, die Rechensysteme zur Erfüllung von Datenverarbeitungsaufgaben bzw. zur Unterstützung von Informationsverarbeitungsprozessen einsetzt. Hierbei ist es unerheblich, welchen Umfang die Rechneranwendung hat. Der Begriff Anwender wird bewußt nicht auf eine einzelne Person oder auf eine Personengruppe bezogen, die Rechner für ihre speziellen Aufgaben einsetzt. In letzterem Fall wird der Begriff Benutzer verwendet. Die Begriffe Anwender und Benutzer werden nicht synonym verwendet; bei einem Anwender gibt es üblicherweise viele verschiedene Benutzer (Schneider, 1986).
Mit Arbeitsinhalt wird hier die Gesamtheit der von den Systemnutzern auszuführenden Tätigkeiten und deren unterschiedliche Ausprägungen bezeichnet.
Mit Arbeitsplanung wird hier nicht die betriebliche Funktion, sondern die Gesamtheit aller Entscheidungen bei der Vorbereitung, Festlegung und Koordinierung des künftigen Arbeitshandelns von einzelnen oder Gruppen bezeichnet.
Mit Arbeitsteilung wird hier die zwischen den Arbeitskräften einer bestimmten Produktionseinheit bestehende innerbetriebliche Teilung der Arbeit bezeichnet. Der ganzheitliche Arbeitsprozeß wird nach verschiedenen Prinzipien in Teilprozesse differenziert und diese werden auf mehrere Personen übertragen. Sowohl eine quantitative Aufgabenverteilung als auch eine Trennung in komplexe und einfache Tätigkeiten mit unterschiedlichen Entscheidungsbefugnissen sind gängige Prinzipien.
Unter Ausgabegeräten versteht man alle Peripheriegeräte, die das CAD-System nutzen kann, um Informationen für den Benutzer darzustellen. Dies sind z. B. Bildschirme, Plotter und Drucker.
Benutzen ist der Einsatz eines Rechners/Programms zur Ausführung einer Arbeitsaufgabe. Während bei der Verwendung des Begriffs "Benutzen" die Aufgabenbearbeitung im Vordergrund steht, bezeichnet der Begriff "Bedienen" die hierzu notwendige Handhabung von Eingabemitteln. Der Begriff "Bedienen" wird jedoch im Zusammenhang mit der Mensch-Rechner-Interaktion kaum noch gebraucht.
Eine Person oder eine Personengruppe, die Rechner zur Unterstützung ihrer Aufgabenbearbeitung einsetzt.
Der Begriff "Benutzungsoberfläche" hat den früher benutzten mißverständlichen Begriff "Benutzeroberfläche" abgelöst.
"Bezeichnung für die Gesamtheit der Eingabemittel und Anzeigeeinrichtungen eines Systems (z.B. Tastatur, Cursor, Bildschirm, Anzeigen). Die Benutzungsoberfläche ist Teil der Benutzungsschnittstelle.
Gesamtheit der Eingabe-Merkmale, der Ausgabe-Merkmale, der Dialog-Merkmale und der Werkzeug-Merkmale, mittels derer der Benutzer auf das System einwirkt (z. B. Eingabefeld, Kommandozeile, Unterbrechungs-kommando, UNDO) sowie der Merkmale, in denen sich das Verhalten des System gegenüber dem Benutzer äußert (z.B. Meldungen, Bedienungshinweise, Menüs am Bildschirm, benutzungsrelevante Werkzeugeigenschaften).
Das Navigieren in einem Informationsmaterial mittels eines Browsers wird "browsing" genannt. Der Browser ist ein Dialogwerkzeug, der das Suchen unterstützt, ohne die Information zu verändern. Oft ist der Browser mit weiteren Funktionen ausgestattet. So können z.B. gefundene Items selektiert werden, um sie in einem anderen Arbeitsbereich zu verwenden. Manche Browser stellen auch Funktionen zur Änderung der gefundenen Information bereit, z.B. für das "updating" der Baumstruktur eines Filesystems.
Diejenige Komponente der Farbempfindung,, die bei gleicher Helligkeit und Sättigung zwei bunte Farben unterscheidet (DIN 5340).
Der Dialog ist ein Ablauf, bei dem der Benutzer zur Abwicklung einer Arbeitsaufgabe - in einem oder mehreren Schritten - Daten eingibt und jeweils Rückmeldung über die Verarbeitung dieser Daten erhält (DIN 66 234, Teil 8).
Gesamtheit der Eigenschaften von Aufnahme und Erzeugung der zwischen Mensch und Computer ausgetauschten Information (Eberleh, 1988):
Ein systembestimmter Dialog liegt vor, wenn der Rechner eine feste Reaktionssequenz abarbeitet. Die jeweils nächste Aktion des Rechners ist nur von dem vorausgehenden Interaktionsereignis determiniert; sie ist von der spezifischen Reaktion des Benutzers völlig unabhängig, solange diese in die Gruppe zulässiger Operationen fällt (Streitz und Eberleh, 1989).
Eine gemischte Dialogform liegt vor, wenn sie sich nicht eindeutig auf die benutzergeführte bzw. die systemgeführte Dialogform zurückführen läßt, wie z.B. die direkte Manipulation. Bei gemischten Dialogformen kann entweder ein Wechsel zwischen benutzer- und rechnerinitierten Schritten stattfinden oder dem Benutzer wird eine reiche Auswahl an Interaktionsschritten angeboten, so daß er sehr flexibel reagieren kann (Ilg und Ziegler, 1987).
Ein benutzerbestimmter Dialog liegt vor, wenn die nächste Rechneraktion vom Benutzer bestimmt werden kann (Streitz und Eberleh, 1989).
Multimodale Dialoge sind Dialoge, in denen in einer gegebenen Dialogsituation verschiedene Dialogformen alternativ zur Verfügung stehen, zum Beispiel Eingabe über Menü oder über feste Funktionstasten (Ilg und Ziegler, 1987).
Jeder Dialogschritt umfaßt einen Wechselschritt von Aktionen des Menschen und des Computers (Nake, 1987). Ein Dialogschritt besteht aus Eingabedaten, den zugehörigen Verarbeitungsprozessen und den zugehörigen Ausgabedaten (Dzida, 1985). Die Definition von "Dialogschritt" beruht auf einem psychologischen Konzept (Modell) von "Arbeitsschritt" und einem Modell von Benutzungsschnittstelle (Dzida, 1985).
Ein Programm, mit dessen Hilfe sich z.B. über die Tastatur in Verbindung mit einem Bildschirm Daten (z.B. Texte, Programmkode, Bilder) in Dateien eingeben und dort bereits gespeicherte Daten ändern lassen.
Die Genauigkeit und Vollständigkeit, mit der Benutzer ein bestimmtes Ziel erreichen (ISO 9241-11).
Der im Verhältnis zur Genauigkeit und Vollständigkeit eingesetzte Aufwand, mit dem Benutzer ein bestimmtes Ziel erreichen (ISO 9241-11).
Als Eingabegerät werden alle peripheren Geräte eines CAD-Systems bezeichnet, die es dem Benutzer erlauben, dem System Daten zu übermitteln, wie z.B. Tastatur, Tablett, Stift, Maus, etc.
Austausch von Nachrichten (Text und Graphik) zwischen verschiedenen Benutzern eines (vernetzten) Datenverarbeitungs-Systems.
Die Beurteilung eines Produkts, bei der ein beurteilungsrelevantes Produktmerkmal mit einem Kriterium verglichen wird, um die Übereinstimmung festzustellen.
Ein fehlendes Qualitätsmerkmal, das eine effektive Nutzung des Produkts verhindert.
Eine Funktion ist eine in sich geschlossene Folge von Operationen zur Ausführung einer Teilaufgabe des Benutzers.
Gesamtheit aller Funktionen, die mit dem CAD-System ausgeführt werden können, bezogen auf die Arbeitsaufgabe.
Das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und mit Zufriedenheit zu erreichen (ISO 9241-11).
Hervorhebungen sind optische Markierungen von wichtigen Anzeigen. Möglichkeiten zur Hervorhebung sind z.B. erhöhte Intensität, Invertierung, Farbenänderung oder Umrandung.
Zusammenfügen einzelner Funktionen oder Funktionsgruppen eines Systems zwecks Kooperation auf der Basis gemeinsamer Datenbestände und ggf. existierender Kommunikationswege zwischen unterschiedlichen Systemen, einschließlich der Koordination der auf dieser Datenbestände bezogenen Bearbeitungsvorgänge. Die DV-technische Realisierung kann sich beispielsweise auf die Verfahren der Interprozeß-Kommunikation abstützen.
Überführung der durch den Rechner in einem bestimmten Zeichenvorrat zur Verfügung gestellten Information in eine durch den Benutzer wahrnehmbare und entschlüsselbare Darstellung. Diese kann sowohl visuell als auch akustisch sein.
Anweisung des Benutzers an ein Programm zur Ausführung einer Funktion.
Formale Sprache zum Aufruf von Systemfunktionen bzw. Programmen, die aus einer Menge von Befehlen und Regeln ihrer Verknüpfung besteht (Hoffmann und Klose, 1989).
Zusammenstellen eines Datenverarbeitungssystems (Hard- und Software) entsprechend den Anforderungen der unterschiedlichen Anwendungssituationen. Das Ergebnis ist die Konfiguration.
Ein qualitativer oder quantitativer Wert einer Qualitätsforderung, die aus Arbeits- und Organisationserfordernissen (Nutzungskontext) des Benutzers sowie seiner Bedürfnisse abgeleitet ist. Wenn gesicherte ergonomische Erkenntnisse für die Merkmale eines Produkts (z.B. Farbkodierung, Hintergrundfarbe des Bildschirms) gegeben sind, können diese Merkmale als Kriterien dienen.
Befehlsfolge, die unter einem "Namen" zusammengefaßt wird und über diesen als Funktion aufgerufen werden kann.
Als direkte Manipulation bezeichnet man nach (Shneiderman, 1983) eine Interaktionsform, bei der das zu bearbeitende Objekt ständig sichtbar ist und mit schnellen, rücknehmbaren und inkrementalen Aktionen ohne Nutzung einer komplexen Kommandosprache direkt bearbeitet werden kann.
Ein Qualitätsmerkmal, das qualitativ oder quantitativ nicht dem Kriterium entspricht und somit eine effiziente Nutzung des Produkts behindert.
Darstellung eines Formulars auf dem Bildschirm mit fest vorgegebenen Ein- und Ausgabefeldern (Martin, Widmer und Lippold, 1986). Anwenderorientiertes Schema (Anordnung von Texten und Zeichen) auf dem Bildschirm zur Eingabe von Daten.
Eine Anordnung von Kommandoworten oder Piktogrammen (Menüfelder), die es dem Benutzer erlauben, seine nächste Aktion zu markieren bzw. auszuwählen. Diese Menüs werden auf einem Tablett (Tablettmenü) in Form einer Menütablettvorlage oder einem Bildschirm (Bildschirmmenü) dargestellt (nach: Encarnação).
Eine Dialogform, die das Suchen von Information unterstützt. Beispiele: das Suchen nach Menüoptionen in einem Menüsystem; das Suchen eines Dokuments durch Selektion eines Schlagwortes in einem Hypertextdokument.
Die Nichterfüllung eines Kriteriums oder einer spezifizierten Forderung (vgl. ISO 8402). Nichterfüllung kann Abwesenheit eines Qualitätsmerkmals (Fehler) oder mangelnde Erfüllung eines Merkmals (Mangel) bedeuten.
Faktoren, die die Gebrauchstauglichkeit eines Produktes beeinflussen können, z.B. die Qualifikation des Benutzers, die Merkmale des Arbeitsinhalts, der Arbeitsplanung, der Arbeitsteilung sowie die physische Umgebung (vgl. ISO 9241-11).
Ein Gegenstand, welcher einer Operation unterworfen wird (Charwat, 1982).
Ein elementarer Verarbeitungsschritt des CAD-Systems.
Mit interner Organisation wird die im System abgebildete Strukturierung und Regelung von betrieblichen Sachverhalten und Abläufen bezeichnet.
Piktogramme sind abstrahierte, bildhafte Darstellungen oder Bildpunkte für Funktionen oder Objekte. Sie sollen ein sinnvolles Abbild des Gegenstandes darstellen, d.h. auf das Wesentliche reduziert, leicht verständlich und identifizierbar. Piktogramme dienen nicht nur der Visualisierung des Gegenstandes sondern auch der Interaktion.
Gesamtheit der Fertigkeiten, Fähigkeiten und Wissensbestände, die ein Arbeitender im Produktionsprozeß anwenden kann (Fuchs, 1973).
Prozeß der Vermittlung von Qualifikationen.
Alle geplanten, systematischen Maßnahmen, die erforderlich sind, um an einem Produkt die geforderten Kriterien zu erfüllen.
Speichern des Dialoges während der rechnerunterstützten Durchführung einer Aufgabenbearbeitung zwischen zwei definierten Zeitpunkten in einer Datei, um den Dialog bzw. dessen Ablauf später für andere Anwendungen verfügbar zu haben.
Schulungsprogramm, das in eine Software einführt, indem sie bestimmte Zustände in der Arbeit mit dem System darstellt und dazu Aufgaben gibt, die vom Benutzer gelöst werden müssen.
Aus einer Gruppe geometrisch ähnlicher Konstruktionsobjekte wird ein dimensions- und gestaltvariables Objekt gebildet, daß die topologischen Eigenschaften der Gruppe enthält. Durch Parametereingabe werden aus solchen dimensions- und gestaltvariablen Objekten die gewünschten Geometrien erzeugt.
Physikalische Infrastruktur (Netz), die technische Einrichtungen verbindet, und über die diese Einrichtungen Daten austauschen können.
Der Begriff "Werkzeug" wird zur Charakterisierung einzelner Funktionen eines Rechners, eines kompletten Anwendungsprogramms oder gar des Computersystems insgesamt benutzt und ist daher unscharf und, besonders in den beiden letzten Verwendungen, umstritten (vgl. Wingert, 1983). Dzida (1983) verwendet den Begriff einerseits umfassend zur Charakterisierung des Software-Systems. In diesem Sinne kennzeichnen Regeln, die den Zugriff des Benutzers auf Software-Werkzeuge und Daten bestimmen, die Werkzeugschnittstelle. Der Computer wird als eine Menge von Werkzeugen betrachtet. Ihr Vorhandensein oder Fehlen, die Art des Zugriffs auf sie und die von ihnen bearbeitbaren Objekte sowie die Möglichkeiten der Kombination und der Anpassung bestimmen dann die Werkzeugkomponente der Benutzungsschnittstelle.
Kleinste Einheit zur Darstellung von Information. Ihre physische Gestalt ermöglicht eine einfache Unterscheidung von Zeichen (z.B. Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen). Es gibt verschiedene Gruppen von Zeichen.
Beeinträchtigungsfreiheit und Akzeptanz der Nutzung (ISO 9241-11).